Die Malereien in der Wohnung Albertini sind von nationaler Bedeutung, werden von Fachkreisen als hervorragend und von hohem künstlerisch handwerklichem Wert eingestuft. Dies ist mehr als Grund, sie zu erhalten, zu restaurieren und zugedeckte freizulegen.
Die Malereien machen auch heute noch grossen Eindruck. Damals waren sie nicht nur Ausdruck von Macht und Reichtum, sondern einer Zeitepoche im Umbruch: Dies zeigen die Szenen aus der Apokalypse in einer damals als apokalyptisch empfundenen Zeit von Machtmissbrauch und Geldgier und einer Sehnsucht nach Neuerung in Politik und Kirche. Der Fürstbischof des Wallis sollte die weltliche Macht abgeben, Kritik an Missständen in der katholischen Kirche, Einflüsse und Veränderungen europaweit liessen Leuk zu einem Zentrum der Reformation und des neuen Glaubens im Wallis werden. Albertini war einer der Anhänger.
Heute sind die Malereien im Haus Albertini von nationaler Bedeutung! Dies ist mehr als Grund, sie zu erhalten, fachgerecht zu restaurieren und zugänglich zu machen. Wegen deren Bedeutung beteiligen sich Bund und Kanton an den Restaurationsarbeiten. Doch müssen die Stiftung und der Verein Albertini Leuk für die Restfinanzierung sorgen.
Dies durfte nicht passieren. Malereien von diesem Wert sind Kulturgut, sind Teil und Zeugen einer bewegenden Zeitepoche und müssen als deren Zeugen in die Gegenwart und Zukunft wirken. Der Verein Albertini Leuk reagierte, kaufte die Wohnung und konnte sie so erhalten. Jetzt braucht es mehr: Eine Stiftung.